Das Ende der absoluten Spontanität

Vor gar nicht allzu langer Zeit konnte meine Liebste  mir eine sehr große Freude machen, wenn sie mir am Ende der Woche auf meine Frage:“ Und was machen wir am Wochenende?“ antwortete:

„Lass uns doch ans Meer fahren“ oder „Wir waren schon lange nicht mehr in Prag!“

Ich bin und bleibe sehr gerne spontan und unternehme gerne Reisen, aber bei zwei Kindern bedarf das sehr guter Organisation. Dies ist einer der seltenen Momente, in dem sich Kriegsdienstverweigerer doch wünschten beim Bund gewesen zu sein. Wegen der Planung, des Packens und der Fähigkeit ein Wochenende mit einer Hose auszukommen.

Gut, diese Option fällt weg und meine Frau hat auch keinen Dienst an der Waffe geleistet. So sind wir, was das Organisationstalent angeht, ähnlich.

Genau das ist der Grund, warum ein Ausflug eher dem Versuch auszuwandern ähnelt. Das Auto ist bis unters Dach gefüllt mit allerlei nötigem und auch unnötigem Kram. Was hiervon nützlich ist/sein wird, zeigt sich aber erst am Ende einer Reise.

Ein gutes Beispiel lieferten wir in der letzten Woche. Angedacht war ein verlängerter Wochenendausflug quer durch den Norden Deutschlands. Geplant war diese kleine Reise seit drei Wochen. Das Gepäck für die lieben Kleinen war schon am Vorabend in Sack und Tüten und dann kam die Nacht:

Der Große tut sich ja schwer mit dem alleine schlafen und so ist das 1,80m breite Bett dann doch ein wenig zu klein. Das liegt aber auch daran, dass er auch Schwierigkeiten mit dem normal im Bett liegen hat. Er bevorzugt es diagonal oder auch quer darin zu schlafen. Dadurch wird mein Schlaf mehrfach durch Füße im Gesicht gestört. Doch sein unruhiger Schlaf hindert ihn nicht daran um 7:00 Uhr aufzustehen, was allerdings gut für unser Zeitmanagment war. Der geplanten Abfahrt um 10:00 Uhr stand erstmal nichts im Weg.

Der Kleine hatte die Nacht Koliken und dadurch meine Liebste keine gute Nacht. Sie nutzt dann die Zeit, wenn ich morgens mit dem Großen aufstehe, um sich noch einmal umzudrehen. Dadurch war die geplante Abfahrt gefährdet.

Letztendlich sind wir so gegen 11:30 Uhr abgefahren mit einem total überfülltem Auto, einem Großen der kurz vor dem Mittagsschlaf stand, einem satten Kleinen und zwei Erwachsenen kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Der Start in einen ganz normalen Familienausflug

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